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64. Bundeskongress VDFG für Europa e.V.

Migration und Globalisierung: diesen Herausforderungen wollen sich auch Partnerschaftsvereine erfolgreich stellen. Und dieser Themenbereich war Gegenstand der Beratungen auf dem 64. Jahreskongress der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa (VDFG) e.V.. Für unseren Verein waren Jochen Hake und Ursula Pardemann auf der dreitägigen Tagung (13.-15.9.19) in der Händelstadt Halle (Saale) vertreten. Trotz der komplexen Fragestellungen, zu denen man verschiedene Experten hinzugezogen hatte, sahen die rund 245 Teilnehmer aus beiden Ländern – unter ihnen auch viele jüngere TeilnehmerInnen – in der Herausforderung auch eine Chance, sich breiter aufzustellen, sich neuen Bevölkerungsgruppen und Kulturen zu öffnen und damit Fortschritte für ein einiges und starkes Europa zu unternehmen. Jochen Hake, der auf dem Kongress für weitere drei Jahre als Vizepräsident des Bundesverbandes bestätigt wurde, sieht auch die Bedeutung der Partnerschaftsvereine nicht schwinden, sondern wachsen. Die Chancen für eine Festigung Europas auf der Ebene der Bürgerschaft würden die rund 160 deutschen Gesellschaften – auf französischer Seite gibt es ähnlich viele – auch ergreifen: eine Graswurzeldemokratie an der Basis, an der die Vereine eine ganz erhebliche Rolle spielen und die sie sich auch nicht nehmen lassen dürfen. Und auch Festredner Dr. Dominik Fanatico, Leiter des Büros II des Bevollmächtigten der Bundesregierung für kulturelle Angelegenheiten mit Frankreich, unterstrich, dass Amtsinhaber NRW-Ministerpräsident Armin Laschet großen Wert auf die Förderung und Belebung der kommunalen Städtepartnerschaften lege und dies eine der wichtigen Aufgaben seiner Amtszeit sein werde. Von Rückgängen kann, so Ursula Pardemann, sowieso gar keine Rede sein: Die Bürgerfahrt in die Partnerstadt Louviers im Oktober ist beinahe ausgebucht und der Freundeskreis freut sich über viele neue Interessenten, die erstmals nach Louviers mitreisen. Hake und Pardemann freuten sich in Halle besonders, NRW-Europaministerin a.D. Dr. Angelica Schwall-Düren (SPD) zu treffen. Sie arbeitet gemeinsam mit Jochen Hake im Kuratorium des Bundesverbandes und hatte in der Vergangenheit Holzwickede mehrfach in ihrer Amtszeit besucht: Die Emschergemeinde als Gemeinde Europas sei ihr nach wie vor in bester Erinnerung und der Bericht über die aktuellen Aktivitäten des französischen Freundeskreises fand das rege Interesse der vormaligen Europaministerin. Der Kongress, so Freundeskreis-Vorsitzender Jochen Hake, habe neue Gedankenanstöße geliefert, die man zumindest in einigen Punkten auch in Holzwickede demnächst umsetzen wolle. Für Euroskepsis an der Basis jedenfalls kein Platz.